"Deutsche Größe Das ist nicht des Deutschen Größe
Obzusiegen mit dem Schwert,
In das Geisterreich zu dringen,
Vorurteile zu besiegen,
Männlich mit dem Wahn zu kriegen
Das ist seines Eifers wert."
Friedrich von Schiller
14. Sonstiges: Gedichte / Lyrische Ergüsse zur Zoo-Eisbär-Frage, Marketing, Sicherheitslage, Mann & Frau-Beziehung, 'Pressefreiheit' und zu kommunalen Absonderlichkeiten
Blog-Gedichte für Knut, den Berliner Eisbären, das Eisbär-Baby "Flocke" in Nürnberg und ihre Fans sowie andere Blogs (teils nur hier, da im Blog admin-wegzensiert)
Schmalzig Blut
bringst Du zur Glut.
Das tut gut,
KNUT!
Konrad Fischer
Der kleine Tierfreund Knutiana, die Zweite:
"Technische Probleme"
sind gar unbequeme.
Hat Admin sie gerichtet,
Wird Knut wieder bedichtet.
Konrad Fischer
Problemmensch Zur weiteren
Auflockerung der Knutianer -
Was Knut gut tut?
Lieber Knut, wir wissen nicht,
ob es bestens Dir entspricht,
nur Berliner Luft zu schnaufen,
oder auf dem Nordpol laufen.
Nun, egal, wie es auch sei,
g'fangen bist Du, und nicht frei.
Andrerseits, an Nordpols Kappen,
jagen Eskimos und Lappen.
Wenn Sie nun auf Eisbär'n hetzen,
würde uns das sehr entsetzen.
Hier schießt man nur Fotos, nee,
das tut Dir nicht wirklich weh.
Drum, mein Knutchen, weine nicht,
wenn's an Freiheit Dir gebricht.
Draußen in der weiten Welt,
jagen alle nur nach Geld.
Drin, in Deinem Zoogehege,
dienste halt der Imagepflege. A very little poem
for Knuts english reading visitors:
Knut forever
Loving all the little bear,
meeting virtually here,
writing poetry and prose,
to Knuts life, eyes, fur and nose.
Konrad Fischer
International Knutist
(PS. My nearly English Site - You're welcome!) Rosemary, your
castle dreams
b'longing masonry and beams
will your wealth'ness take apart
build a castle in your heart!
Build it up with happiness,
peaceful love - and then I guess
can you achieve much more space
both for Knut's and human's race.
PS. Sorry for some cruel misspellings ;-) Zynischer Satirepepp,
fehlt hier wirklich! Ach ich Depp
dachte schon, in diesem Haus,
käm' vielleicht man ohne aus.
Doch wo Menschen Menschen treffen,
muß es grunzen, kreischen, kläffen.
Nicht umsonst sind wir erschaffen,
nicht von Gott sondern aus Affen!
Konrad Fischer
Creativistischer Evolutionist @Doro II
Ach, zum Nordpol schaff ich's nie,
vorher erfrier'n mir die Knie,
doch zum Politzoo Berlin,
schaff ich's vielleicht doch mal hin.
Denn dort wohnen große Tiere,
schmausen Häppchen, trinken Biere,
kommt ein Landei mal vorbei,
kriegt es vielleicht auch mal zwei.
Und wenn nicht, ist's auch egal,
lernt man für die nächste Wahl,
was den Polittier'n macht Spaß:
Wasch' mir'n Pelz, doch mach nicht naß!
Konrad Fischer
Kein Politierfreund @Elisa
Sehr verehrteste Elisa,
and're sehen das wohl mieser.
Die kann Nörgeln nur beglücken.
Für die ist mein rutsch'ger Rücken!
Nur, dann kommt's mir plötzlich vor,
als hätt' Gott viel mehr Humor,
denn sonst könnt er solche Plagen,
ohne weit'res kaum ertragen.
Doch auch die hat er gemacht,
hat dabei vielleicht gelacht,
denn am meisten leiden sie
an sich selbst, man weiß ja, wie.
D'rum nehm man den Unverstand
liebevoll in weiche Hand,
kitzle ihn am zarten Bauch -
siehste - und schon lacht er auch!
Konrad Fischer,
der auszog, das Fürchten zu lernen ... An die
Literaturkritiker
Wenn man dichtet mit Humor,
kommt es manchen spanisch vor,
schreibt man aber Groll und Haß,
macht das auch nicht allen Spaß.
Was bleibt übrig, schreibt es her,
nur noch Fotos von dem Bär?
Oder ganz viel Herzensschmerz?
Nein, da treib ich lieber Scherz.
Konrad Fischer
Scherzkeks @Alex
Alex, Reimen geht ganz leicht!
Platz hätt' auch für Dich gereicht!
Konrad Fischer, Doro II -
mit Dir wären wir schon drei!
Konrad Fischer
Anstifter
(nur das Rechnen unten links,
ist sehr nervig und mir stinkt's!) @Nimo
Echt, sind alle hier so blöd,
daß es gar niemand versteht,
wie er auf die Schipp' genommen?
Schnell, ihr Leut': HERUNTERKOMMEN!
@LIESEL: Gell, Sie mögen keine Gedichtchen? Oder liegt's nur
am Freitag, den 13.?
Konrad Fischer
Schipper At Liesel and all:
I'm only just a man,
fancyful and Knuti's fan,
not so little, not so big,
will you see it - do this: Click
But if not? It is allright,
'cause my life without you 's bright,
and I'll stay still humorous
as a lorn anonymous. Marketingmusik
War einmal eine Musikus,
niemand wollt' ihn hören.
Tönte er, so gab's Verdruß,
sein Klang tat nur stören.
Fragt er sich, wie krieg ich's hin,
besser anzukommen,
liegt's an meinem Klang allein,
was könnt sonst mir frommen?
Traf er einen Werbeking,
der konnt's ihm verraten:
Dudel, jaule, spiel und sing -
doch Du mußt verbraten:
Etwas Geld für's Marketing,
hier, auch da und dort.
Piepsegal dann Dein Gekling -
Tönt an jedem Ort.
Doch woher das viele Geld
nehmen und nicht stehlen?
Ließ er sich als aller Welt
Fernsehtrottel wählen.
Damit war sein Glück gemacht.
Für ein ganzes Jahr
hört man ihn von Früh bis Nacht
plärren wunderbar.
Und schon war das Jahr herum,
schnell ging es vorbei.
Jetzt war's wieder andersrum:
Niemand mag sein G'schrei.
Doch mit all dem schönen Geld
setzt er sich zur Ruh,
weil ihm gar nix mehr einfällt,
hört er lieber zu.
Konrad Fischer
Steuerkritik
Wie Stasi in der DDR
wird BND der Bürger Herr:
Erst mal erpresst und ausgehört,
was der Parteien Linie stört.
Danach kann diese Info schnell
dich stellen unter Kuratel.
Es folgt medialer Scheiterhaufen,
dann darf'ste ins Gefängnis laufen.
Das Geld von dir wird eingesackt,
paar Jährchen kriegste draufgeknackt.
Sei froh, daß du wirst nur geschröpft,
denn früher hätt' man dich geköpft.
Was können wir dagegen machen?
Nix hilft, kein Weinen und kein Lachen,
nix CDU und SPD -
vielleicht die parteidervernunft.de?
Vielleicht die GRÜNEN oder LINKEN?
Doch die tun auch nach Stasi stinken.
Und andere mit brauner Soße?
Verfassungsschutz steckt in der Hose!
So zahl dich krumm und bucklig weiter,
denn das stimmt die da oben heiter.
Und haste nix mehr in der Hand,
dann lebste halt vom Flaschenpfand.
Konrad Fischer
Parteienschmähkritiker
Gegen Wolfgang
Paßt Du kurz einmal nicht auf,
auf des schnöden Mainstreams Lauf,
ham se gleich Dich an dem Wickel,
fünf Jahr mindestens Gepickel.
Grundgesetzchen hin und her,
altes G'rümpel zählt nicht mehr.
Werf' mer's raus und ändern was,
Gegenteil macht viel mehr Spaß!
Ei, wer hat das ausgedacht,
war's der Schieble in der Nacht?
Nein - am hellen Tage gar,
war's die ganze Politschar!
Nur ein bisserl mehr Kontrolle,
noch mehr Wanzen in der Wolle,
'nen finalen Todesschuß,
Schieble bringt's in G'setzesguß.
Doch nicht Schieble nur allein,
mehr Poltruckis finden's fein.
Und kommt Bürger mit Beschwer -
wofür gibt's die Bundeswehr?
Konrad Fischer
Gesetzesfundamentalist Wanz Dich an mit
Kommentar,
ist er toll, wär's wunderbar,
doch versuchst Du Dich als Reimer
bis Du ein Awarenessschleimer
Konrad Fischer
Schleimer Bauen, das Letzte
Aber teuer
Bauen ist ein Abenteuer:
Planst Du billig, baust Du teuer!
Planst Du teuer, baust Du nicht.
Alles dann vor's Baugericht.
Dort kassiert der Schwachverstand
von Zugspitz bis zur Waterkant.
Wenn dann die Ruine steht,
Wind durch die Tapete weht,
Wasser aus der Dämmung tropft,
Abfluß, Heizungsrohr verstopft,
denkste, wenn ich nochmal bau,
könnt ich's besser. Ja genau!
Konrad Fischer
Abenteurer Eine Frau und noch
'ne Frau,
nicht jeder nimmt es da genau.
Hier 'nen Mann und dort noch einen,
ist dann logisch, könnt man meinen.
Konrad Fischer Zum Thema:
Leider ist das Frauenhaar,
vielen nicht g'nug wunderbar.
War's auch braun, blond, schwarz vererbt,
schnell hat sie es umgefärbt.
Werden dann zu bunt die Strähnen,
tut frau sich nach vorher sehnen.
Dürfte nur der Herrgott walten,
hätt' bequem sie noch die alten.
Konrad Fischer
Spötter Zum Thema:
Der fragende Blogger
Mailt ein Blogger mal herum,
will was wissen, stellt sich dumm,
denkt das Mailsekretariat,
daß es schon g'nug Arbeit hat.
Ruft der Blogger danach an,
läßt nicht locker - cool der Mann! -
bringt die Telefonanlage
Musik und Mailboxansage.
Läßt der Blogger noch nicht locker,
rückt er an mit einem Hocker,
pflanzt sich vor die Chefetagen -
doch dann wird er weggetragen.
Darum, liebes Bloggerlein,
laß das Fragen einfach sein!
Blog Dein Zeug und glaube mir,
wer lang fragt, geht lange irr.
Konrad Fischer Werbung auf Plakat alleine
macht nicht allen Käufern Beine.
Läuft der Werbefilm im Fernseh’n,
alle dann zum Abort gern geh’n.
Auch Marketing im Handisplay
bleibt mir schnurz und einerlei.
Nur das Werben um die Frau,
damit nehm ich es genau!
Konrad Fischer
Marketingkexperte
Ich hab mir auch was überlegt:
Kann die Liebste überraschen,
will man gern noch an ihr naschen.
Überrascht sie gar nicht mehr,
ist man etwas kritischer.
Konrad Fischer
Reimschüttler
Ruinen ruinieren
Wer schon mal 'ne Burg betrat,
ob es früh war oder spat,
fand es immer wunderbar,
wie's damals alles schöner war.
Dicke Mauern, hohe Türme,
Burgkapellen, Lindgewürme -
ach, wie toll die alte Zeit,
Gotteslob und Zeitvertreib!
Na, auch das ging mal vorbei,
vielen war es einerlei,
und so bröselten Ruinen,
was "Romantisch!" uns erschienen.
Weil 'ne betonierte Stadt
dämmverpackt kein Herz mehr hat,
suchen wir die alten Brösel,
ach, was sind wir doch für Schnösel!
Kitten sie mit Pappzementen,
quälen sie mit Plasteschlempen,
blastern ab der Zeiten "Schmutz":
Auch das nennt sich Denkmalschutz!
Bumst’s im fernen Land und kracht,
sehen wir’s spätestens um Acht.
Explodiert es mal zu Haus
fällt die Röhre leider aus.
Darum ist uns fremder Schreck,
lieber, da viel weiter weg.
Lichtenfels, die Stadt am Main,
wollt' mal was Besond'res sein.
Hat deswegen, ach wie schlau,
nutzbeschränkt den Stadthall'nbau.
Eros, Metal, Neugermähnen,
(oh, was mußt sich Licht'fels schämen!)
mit ganz ungenierter Show,
präsentierten sich dort froh.
War zwar alles ganz legal,
doch dem Stadtrat ist's egal.
Denn nur der weiß, was dort droht -
her muß also ein Verbot.
G'rad der spieß'ge Tugendwächter,
wütet gern als Grundg'setzschlächter,
denn was rechtens ist nur hier,
weiß er besser doch, als wir.
D'rum, ihr Leut, so laßt Euch sagen,
tut nicht weiter traurig klagen,
Recht hat schon seit altersher,
wer die Macht hat vom Wähler.
Und wer so 'nen Stadtrat wählt,
der ihn danach zwickt und quält,
darf vergessen niemals nie:
Das nennt sich Demokratie.
Und die will vor allem nicht,
daß, wer sprechen kann, auch spricht.
Denken darf man, was man will,
doch ansonsten - Psst, sei still!
Ja, so bleibt es halt dabei:
Die Gedanken, die sind frei.
Meinung, Nacktes, Dröhngeplärre,
kommt nicht durch die Stadtratssperre.
Ruhe sanft, mein Lichtleinfels,
auf des Tümpelschöpfers Pelz!
Recht und Freiheit, Bürgerschreck,
wer das liebt, der muß halt weg.
Konrad Fischer
Spötter (Hochstadt, auch am Main)
Leserbriefe
Obermain-Tagblatt Lichtenfels, Thema: Ehrung der Stadt Burgkunstadt für
die Heimatdichterin Kuni Tremel-Eggert, Haberfeldtreiben der regionalen Meinungs-, Betroffenheits- und
Empörungsterroristen aus der linken Ecke gegen die Beteiligten wg. einiger - im Ehrungszusammenhang durchaus nicht
unerwähnt gebliebenen - zeittypischer NS-Ideologismen im literarischen - und heutzutage sogar wg. Zensur verbotenen - Spätwerk
Leserbrief, publiziert am 24.4.2007
Bewältigungslyrik
Mit allergrößter Bewunderung verfolgen wohl die
meisten Leser den heldenhaften Kampf der aufmerksamen Wächter
und tapferen Mahner gegen die ungeheurlichen Despektierlichkeiten einer
fast vergessenen Heimatdichterin aus Borkuscht. Wer hätte
gedacht, welch' erschröckliche Abgründe sich da
auftun, welch' gefährliche Fettnäpfe für
unbedarftes Heimatforschen?
Was kommt wohl demnächst ins Visier der moralisierenden
Zitatenklauberei? Den spitzen Zeigefingern bieten sich beispielsweise
allerlei Schriften von Karl Marx und Dr. Martin Luther an. Auch diese
noch ziemlich unbewältigten Übeltäter in
Sachen Judenhetze - eine genauere Schilderung wollen wir uns aus
Geschmacksgründen lieber sparen - bevölkern ja
diverse Straßennamen sonstwo. Von genauerem Hinschauen in den
historischen Kontext brauchen wir uns dabei ja nicht ankranken zu
lassen, es geht offenbar auch ohne.
Doch Scherz beiseite - wo sind eigentlich die mutigen Ankläger
gegen die Übel unserer Zeit? Die zunehmende Bedrohung der
bürgerlichen Freiheit durch den ausufernden
Überwachungsstaat, gegen den sich Orwells 1984 wie der Entwurf
einer demokratischen Verfassung liest, die immer straffere Zwangsjacke
des Ökologismus mit seinem abzockfördernden
Weltuntergangsgeheuchel und unsere befreundeten Kriegstreiber,
atomgestützten Terrorbomber und Volksbedrücker in Ost
und West böten der Bewältigungslyrik sicher genug
Stoff. Allerdings bestimmt nicht so wohlfeil wie das
schwarzweiße Herumstochern in gottseidank untergegangenen Epochen.
Konrad Fischer
Hauptstraße 50
Hochstadt am Main
Neue Presse Coburg, Thema Papstkritik am Islam am 19.9.2006
Leserbrief, publiziert am 27.9.2006
Was NP-Kommentator Werner Kolhoff am 19.9.06 "über Lüge und Politik" schreibt,
drückt die ganze Misere aus: "Wo es auf Erden eine absolute Wahrheit gibt, dort
ist Diktatur." Sind nun unsere "Demokratie" und auch unsere Religion wirklich
frei von verabsolutierten Wahrheiten? Jeder mag da selbst die Antwort suchen.
Was wohl zu hören wäre, wenn wir die strategischen Geheimreden unserer für
Wahrheitsliebe so bekannten Politiker wie jüngst in Ungarn unverfälscht genießen
dürften? Staatssekretär Heike begrüßt im Interview zur Papstdebatte die
"Entmachtung eines menschenverachtenden Diktators" im Irak als "Erfolg". Würde
er das auch für den Herrn Bush gelten lassen, der den Westen - inzwischen allen
offenbar - mit abscheulichen Lügen zur massenhafter Vernichtung unschuldiger
Menschen im Nahen Osten getrieben hat? Auch unser Papst hätte wohl besser daran
getan, nicht so trickreich den Splitter im fremden Auge zu suchen, sondern sich
mit dem eigenen Balken zu beschäftigen. Er ist groß genug, drastisch nachzulesen
im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 7.
Wie soll denn ein friedvolles und vertrauenswürdiges Miteinander entstehen, wenn wir der anderen Seite mit
fragwürdigsten Zitaten aus der Trickkiste der Geschichtsmythologie begegnen? Das
ist doch schnell zu kontern mit entsprechenden Parallelen, die unseren
Religionsstifter Jesus Christus übelst beschimpfen, gar seine historische
Existenz absprechen oder das unsägliche "Gott mit uns" als "christliche"
Kriegsparole bis heute brandmarken. All das befruchtet nur Verletzung und Wut,
über die wir uns dann eigentlich nicht wundern müssen. Selbst wenn wir solchen
nicht nur rhetorischen Entgleisungen schriftgelehrten Weihrauch als Kontext
gönnen, damit ist doch kein Frieden zu schaffen. Er fängt im eigenen Herzen an
und da ist bestimmt noch viel aufzuräumen. Matthäus 7,16: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen"!
Konrad Fischer
Hochstadt am Main
Lichtenfelser "Obermain-Tagblatt", "Neue Presse", "Fränkischer Tag" 20.2.2006:
Leserbrief zu dem Versuch der Gemeindeverwaltung Michelau i. Ofr., im sehr verdächtigen Kombipack mit gewissen(losen)
Ortspolitikern der SPD-CSU (lobenswerte Ausnahme bisher: FW!) und den "sehr marketinggeschickten" beauftragten Profiplanern (die
schon dem Weismainer Jura unendlich viel Wasser- und Abwasserglück bescherten), schlechtes Wasser in schlechten Leitungen und mit gigantischen Folgekosten (folgt man den vorgelegten
Planungen) für dies und das im Leitungsnetz an den Gemeindebürger im allgemeinen und die Schwürbitzer im
besonderen beizubringen:
Thema Schwürbitzer Wasser
Mit Interesse verfolgt die Bevölkerung Groß-Michelaus die Zuspitzung der Wasserfrage, die nun
endlich auch den Gemeinderat erreicht hat und dort die parteipolitischen Fronten erweicht. Interessanterweise werden
konservative kaufmännische Überlegungen mit gleichmacherischem Sozialismus bunt gemischt. 1. Bürgermeister
Köhlerschmidt (Michelau-SPD) wird zitiert: "Welcher vernünftige Kaufmann kauft schon ein Produkt teuer ein, das er
selbst billiger herstellen kann?" Richtig!
Und doch falsch: Es geht nämlich nicht um ein Produkt, sondern mindestens um zwei, wenn nicht sogar drei und mehr. Denn das
hervorragend weiche (Härtegrad 1), nitratarme und außerordentlich wohlschmeckende Schwürbitzer Wasser
von der Fernwasserversorgung (FWO) - geliefert in einem erstklassigen und nahezu leckagefreien Wasserrohrnetz - ist doch mit dem harten
Michelauer Wasser (Härtegrad 3) ganz anderer Geschmacks- und Qualitätsstufe, einem brüchigen Wasserrohrnetz mit 15
- 20 Prozent Dauerverlust, aufwendigen wassertechnischen Bauanlagen und längerfristig teurem Handlungsbedarf für
Instandhaltung und Ausbau - auch nicht unter Freunden - nicht gleichzusetzen! Von den anderen
schadstoffverdünnungsbedürftigen Quellen auf dem Gemeindgebiet mal ganz abgesehen. Das sollte auch Herr Dipl.-Kfm. und
2. Bürgermeister Helmut Fischer (Michelau-CSU) nicht vergessen.
Ein guter Obsthändler muß doch prächtige Äpfel und angematschte Birnen auseinanderhalten
können und bei allem Verständnis für die unselige Schnäppchenmentalität neben dem Preis auch
die Qualität angemessen würdigen! Jeder Schwürbitzer Bürger kann sich nämlich an nur
einem Finger ausrechnen, was auf ihn zukommt, wenn er wassertechnisch vermichelauert wird: Im Monat wenige Euro billigeres Wasser, um dessen
Geschmack man sich bestimmt streiten könnte, dafür hohe zusätzliche Kostenrisiken für die Zukunft: wegen
kalkbedingten Geräteschäden zuhause und sonstigem Schlamassel im Gemeindewassernetz.
Mein Vorschlag: Lettenreuth bekommt auch das gute Wasser wie Schwürbitz, sein Rohrnetz hat unsere Qualität und
kann sparsamst an unser Netz angedockt werden. Die paar Euros gönnen wir uns jeden Monat bestimmt gerne, wenn wir
dafür echtes Qualitätswasser bekommen und vor weiterem Leitungsungemach verschont bleiben. Da wir jetzt schon von
Michelau wegdividiert sind, darf sich auch Herrn Helmut Fischer [inzwischen 1. Bürgermeister!]
beruhigen, der sich dagegen wendet, "nun Gemeindeteile auseinander zu dividieren." Es ist ja gar nicht mehr nötig, sondern
bestehender und bestens eingespielter Status quo.
Gleichmacherei zum Schlechteren kann doch ein verantwortunsgbewußter Gemeindepolitiker nicht wirklich
wollen, selbst wenn er Michelauer Wasser trinkt. Die Michelauer Nachbarn sollten sich eher mal überlegen, ob sie nicht auch an
die FWO anschließen. Das kann langfristig vielleicht bedeutend billiger sein als autarklerisches Festhalten am eigenen
"Billigwasser" um jeden Preis.
Besser wäre also: "Eine Gemeinde, ein Super-Wasser" und es hätte jeder was davon, vor allem auf lange Sicht.
Konrad Fischer
Schwürbitz
und ein paar Tage später:
Lichtenfelser "Obermain-Tagblatt" 1.3.2006:
Thema Wasserversorgung Gemeinde Michelau
Leserbrief
Nach den verschiedenen in der Tagespresse und durch Gemeindeflyer
propagierten Auffassungen zur Qualität der unterschiedlichen
Trinkwasserangebote in der Gemeinde Michelau, insbesondere,
daß ausgerechnet das harte Michelauer Kalkwasser die
Gesundheit fördern könne, ist eine Klarstellung auch
aus medizinischer Sicht unabdingbar:
Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser, das alle 20
Tage einmal erneuert wird. Die Trinkwassergüte ist also eine
lebenswichtige Frage. Nach Dr. Charles Mayo, Mitbegründer der
Mayo-Klinik in Minnesota, ist "hartes Wasser die geheime Ursache
für viele, wenn nicht alle Krankheiten, die aus Giften im
Verdauungstrakt entstehen", da es eine überhöhte
Dosis anorganischer Mineralien enthält, die zusammen mit den
öligen und fettigen Substanzen der Nahrung für den
Körper unlösliche und damit unverwertbare
Verbindungen aufbauen. Diese lagern sich an Arterien und Organen in
einer undurchlässigen Schicht ab und blockieren den
lebensentscheidenden Stoffwechsel. Außerdem bilden sich damit
im Zusammenhang mit anderen Verdauungsresten feste Bestandteile, die
als Hauptursache für Verstopfungen gelten. Die mineralischen
Ablagerungskrusten im Körper bieten bakteriellen
Krankheitserregern eine Wachstumsparadies und verursachen Gallen-,
Nieren- und Blasensteine. Nach 15-jähriger Untersuchung der
Sterblichkeitsrate in 13 Regionen Frankreichs hat Prof. Jean-Claude
Vincent sogar herausgefunden, daß die Sterberate proportional
zum Härtegrad des Trinkwassers ist, Konsumenten
härteren Trinkwassers starben demnach im Untersuchungszeitraum
doppelt so schnell wie in Orten mit kalkarmem Trinkwasser.
Das Eintreten der Schwürbitzer Bürger für
ein besseres Wasser ist also nicht nur durch die Sorge um die
Geräteverkalkung begründet, es geht um unser aller
Gesundheit, auch in den anderen Gemeindeteilen. Sehr skeptisch stimmt
da auch, was man von dem Einzugsbereich und der Zukunftssicherung des
Michelauer Wassers hört. Auf den Äckern und Wiesen
jahrelang ausgebrachter Klärschlamm, Dünger und
Pestizide mit unabänderlicher Einwanderung ins Grundwasser,
Grundwasserverbindungen zum Michelauer Friedhof und den
früheren Dorfmisthaufen, zu den alten Deponien der Fa. Hofmann
und der Müllhalde vor Michelau, nitratüberlastete
Wassereinträge in die Neuenseer Quelle - hier wird man
letztlich auf eine millionenschwere Quellbohrung in sichere - freilich
noch mineralreichere - Tiefen nicht verzichten können. Die
dafür notwendigen Planungs- und Bauumlagen werden wieder
einmal die wehrlosen Grundbesitzer treffen, auch wenn darüber
bisher nichts Zuverlässiges verlautbart wird.
Um wieviel einfacher und im Endergebnis preiswerter wäre da
doch der Anschluß an die Fernwasserversorgung Oberfranken
(FWO) für alle Gemeindeteile! Der Verzicht auf dauernd
kostenträchtige Instandhaltung und Erweiterung der Pumpanlagen
und Wasserquellen, eine gesunde und sichere Trinkwasserversorgung - das
wäre die kommunale Zukunftsperspektive, die wir uns
für alle Bürger der Gemeinde Michelau wünschen würden - mit welchem Bürgermeister
auch immer. Nun einfach im Schnelldurchgang die FWO-Versorgung
für das wirklich erstklassige Wasser in Schwürbitz zu
kündigen - so ist es ja für die Gemeinderatssitzung
am 8. März geplant, ist aus Sicht verantwortungsbewußter Bürger ein Unding: erst mal
sollte das ganze Für und Wider auch mit den langfristig echten
Zahlen auf den Tisch. Der bisher eingeschlagene Weg teurer
Baumaßnahmen für ein gesundheitlich minderwertiges
Trinkwasser muß bestimmt nicht um jeden Preis weiterverfolgt werden.
Leserbrief meines Vetters Kurt zum gleichen Thema:
Das haut dem Faß den Boden raus!
Immer rigoroser geht die Gemeinde Michelau gegen Bürgerinteressen vor, um in der Wasserversorgung ein
millionenschweres Großprojekt durchzudrücken. Falschdarstellungen und Lügen seitens der Gemeindeverwaltung
mag man noch als Kavaliersdelikt betrachten, Gemeinderatsfraktionen
massiv unter Druck zu setzen, mag man als demokratisch ansehen, doch
wenn es dem Zahler durch rechtswidrige Machenschaften an Geld und
Gesundheit geht, übersteigt das nicht nur mein moralisches Verständnis - das Maß ist jetzt voll!
Vergangene Woche wurde mit dem Anschluss von Schwürbitz ans
Ortsnetz begonnen. In einer Nacht- und Nebelaktion wird im Auftrag der Gemeinde Michelau der Wasseranschluss von Schwürbitz an den
bereits neu errichteten und vom Bürger zu 90% bezahlten
Hochbehälter geschaffen. Ohne Kenntnis und Genehmigung der betroffenen Grundstückseigentümer sind die
Baumaßnahmen am Reuthenweg in vollem Gange.„Fakten schaffen“ ist die Parole.
Durch den Anschluss von Schwürbitz soll künftig die bisherige Fernwassermenge ersetzt werden durch Wasser aus dem Brunnen
Neuensee, der seit Jahren wegen zu hohem Nitratgehalt nicht genutzt wird. Seit bekannt wurde, dass in unmittelbarer Nähe des
Brunnens die alte Mülldeponie von Neuensee vor sich hinschlummert, liefen diverse bürgerliche Bemühungen,
die Gemeinde von diesem Vorhaben abzubringen. Weitere unnötige Kosten und gesundheitliche Beeinträchtigung der
Bürger sollten verhindert werden. Das Besondere dieser Mülldeponie ist, dass sie bekanntermaßen alles
beinhaltet, was man bis in die 70er Jahre loswerden musste. Wenn unter anderem auch Bauschutt abgelagert worden ist, so ist dieser nicht mit
dem zu vergleichen, was heute noch als solcher abgeliefert werden darf.
Dass diese Deponie außerdem in der engeren Wasserschutzzone (Zone II) liegt, ist auch nach der neu gefassten
Wasserschutzgebietsverordnung verboten! Hier darf nicht einmal ein Hasenhalter eine Schubkarre Mist abladen!
Um den Planern, Gutachtern und sonstigen Verantwortlichen Wohlwollen zu
unterstellen, ist die Deponie scheinbar bei der neuerlichen Festlegung
des Wasserschutzgebietes „vergessen worden“. Der
Einspruch beherzter Bürger bei der Gemeinde Michelau mit dem
Hinweis auf obigen Sachverhalt wurde mit Häme abgewürgt und unterdrückt.
Grünes Licht für „gesundes Bürgerwasser“ erhofft man sich nun mit einem
Zweckgutachten. Eine Schürfung im Abdeckmaterial und dessen
fachmännische Untersuchung lassen „nur“ Gutes erwarten.
Ein hoher Nitratgehalt ist für Jahre gesichert, indem vor
einigen Jahren die Gemeinde selbst hochnitrathaltigen Weiherschlamm auf
einer eigenen Fläche im Wassereinzugsgebiet dauerhaft
deponiert hat. Damalige Bemühungen im Interesse des
Trinkwasserschutzes wurden gekonnt untergebuttert, mit entsprechendem
Falschgutachten versehen und unter den Teppich gekehrt.
Jetzt könnte man denken, dass dieses Wasser nur die
Schwürbitzer bekommen sollen: nein, es soll für
Michelau, Neuensee und Schwürbitz dem Michelauer Wasser
beigemischt werden. Auf diese Art werden Teile von Lichtenfels auch
mitversorgt. Da fehlt noch Lettenreuth - gemäß der
Gesamtplanung ist dieser Anschluss als nächstes vorgesehen.
In der Nutztierhaltung ist der Einsatz von schadstoffhaltigen
Futtermitteln verboten! Wasser ist LEBENSMITTEL! Verbraucherschutz bedeutet in der Lebensmittelerzeugung Verantwortung in jeder
Erzeugungsstufe! Soll der Bürger der Gemeinde Michelau weniger wert sein als ein Schwein???
Kurt Fischer
Landwirt
Leonhardsberg 6
96247 Schwürbitz
Ergänzung 5.04.09:
Eine großangelegte Studie verschiedener Universitätsinstitute im Vereinigten Königreich (United Kingdom)
hat die gesundheitsschädlichen Auswirkungen des harten, kalkreichen Wassers auf die Ekzeme von ca. 230 Kindern
zwischen sechs Monaten und 16 Jahren mit leichteren und schwereren Hauterkrankungs-Symptomen erforscht. Etwa 20 Prozent
der britischen Schulkinder haben Ekzeme - dies dürfte wohl der deutschen Rate in etwa entsprechen.
Überraschenderweise kam heraus, daß der Einsatz von Entkalkungstechniken / Wasserenthärter im Versorgungsbereich
von kalkreichem Wasser rasch entscheidende Erleichterung der Beschwerden brachte. Schon nach weniger als zwei Wochen
"Weichwasser" verbesserte sich der Krankheitsstatus / Beschwerdezustand der erkrankten Ekzem-Kinder entscheidend.
Fazit: Michelauer Wasserpolitik - ein Anschlag gewissenloser Politiker und Verwaltungsangestellter auf die Gesundheit
unserer Kinder und Tiere.
SZ 3.5.03, S. 2: Heribert Prantl: "Vom Kursverfall der Pressefreiheit"
"Ein Leserbrief, der bestimmt der Zensur anheim fällt
Echt ätzend, wie ausgerechnet ein gut informierter
Heribert Prantl die tatsächlich nie gegebene Pressefreiheit in
Deutschland beschwört. Was der Obrigkeit und ihren medialen Helfershelfern
nicht genehm, wird seit eh und je mittels interner oder - Grundgesetz hin
oder her - gar gesetzlich geregelter Zensur ausgeblendet. Wer dagegen
verstößt, ist erledigt. Lebenslänglich.
Schwach, daß gerade die SZ hier so rumeiert. Sie wüßte es besser - wurde sie doch schon in ihrer
Wiege aus dem Zensurfläschchen gestillt, oder? Kennen Ihre doof gehaltenen
Lesern die Anzahl der hier und heute verbotenen Bücher und sonstigen
Schriftwerke bis zu Internetadressen, prangern Sie die Überwachungstotale
und ihre Hintergründe an? Schreiben Sie doch mal, was man alles nicht
schreiben darf - das übertrifft Anno dunnemals bei weitem. Und da den
Anfängen nie gewehrt wurde, wächst das Überwachungsregime ins
Unermeßliche. Bis - ätsch - auch jeder SZ-Journalist dran glauben
muß. Und es bleibet dabei - nur die Gedanken sind frei!
Konrad Fischer, Hochstadt am Main"
(wie erwartet, nicht abgedruckt)
Lichtenfelser "Obermain-Tagblatt" OT 23.3.2000:
Thema: Baugebiet Berglein in Marktzeuln,
Reaktion auf den Leserbrief "Das ganze Baugebiet wird verschandelt" von Jutta und Toni Stark, OT 21.3.2000
"Negativ-Denkmale im Baugebiet"
Danke, Herr und Frau Stark, das war echt stark! Sie haben ein heißes Eisen angefasst -
die Verschandelung unserer fränkischen Heimat durch Neubauten
- "Negativ-Denkmale" nach Ihren treffenden Worten.
Was sich seit der Nachkriegszeit in einfallslose Baugebietspläne wie aus dem
Tintenfass der Kloakenkonstrukteure ergießt, ist nicht nur
eine optische Umweltverschmutzung. Besser: Auswurf von
billigzeichnenden Flickschustern, Konstruktion aus gelackten
Ersatzbaustoffen, grobgeschnitzter Jodelstil und bogendurchfensterte
Fassadenwarze (Erker), ansteckendes Gaubengeschwür und eine
verzwergte Vorgartenbefroschung, deren Artenreichtum den Tropenwald
übertrifft - das Wort "Verschandelung" greift hier eigentlich zu kurz.
Baumarkt- und schwarzarbeitergestütztes "Schöner Thronen" anstelle
anständiger Baugesittung, die sich dem Ganzen
landschaftsgerecht unterzuordnen vermag oder im Falle
öffentlicher Baukunst echte Baukunst hervorbrachte - jedes
unserer Neubaugebiete könnte einem Dieter Wieland als Kabinett
des Schreckens dienen. Deren rituelle Bejubelung in der
jährlichen Kärwa-Ankündigung ist eine
ländliche Satire, vor deren Genuß die Einnahme von
Reisetabletten zumindest nicht schadet. Dass der Bauwahn nicht selten
in den familiären, wirtschaftlichen und auch technischen Ruin
führt, vermag mit dieser Ballermann-"Kultur" nur wenig zu
versöhnen, oder?
Und so erwürgt die Neubauschande unser schönes Franken immer weiter, das einst so
wunderschöne Ortsbilder wie das historische Marktzeuln
hervorbrachte. Was lehrt uns der Sonntagsspaziergang durchs alte und
durch das neue Marktzeuln, Lichtenfels, Bamberg ...? Ist es
für uns moderne Menschen wirklich aussichtslos, aus der
Baugesinnung vergangener Zeiten Zukunft zu gewinnen?
Konrad Fischer
Architekt BYAK
Hochstadt, Hauptstraße 50