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Altbautaugliche Verfahren und Baustoffe
Wandbildner [10]
Die Kapitel 9-10 wurden in folgende Unterkapitel aufgeteilt - 9. Natursteinrestaurierung: [1] [2]
[3] [4] [5]
[6]
Steinboden: [7]
Reinigungstechnik: [8]
10. Wandbildner im Vergleich: [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15]
10.a Fachwerk/Blockbau: [16 - Die schärfsten Tipps zur Fachwerkrestaurierung: Woran erkennst Du einen Fachwerk-Experten?]
[17] [18] [19.1] [19.2]
Bodenaufbau/Holzboden: [20]
(aktualisiert 31.10.09)
Feuchte- und Brandverhalten sowie Radioaktivität von Baustoffen
Daß nur bewährte und deswegen auf diesen Seiten bevorzugte Baustoffe das einwandfreie "Feuchtemanagement"
beherrschen, weiß die Baukunst seit anno dunnemals. Es brauchte schon Kriegsnotzeiten
und Industrienormen (vor allem der Pappendeckelbudenproduzenten), um davon mit Hilfe gelahrter "Expertisen" williger "Bauforschung"
abzuweichen - Zum "Stand der Technik" wurden und werden diese Konstruktonsutopien - im Gegensatz zum "Allgemein anerkannten Stand
der Technik" - hochgejubelt. Der Auftragsforschung wegen, klaro. Aber: Aus Margarine wird trotzdem keine Butter, aus Schaumgespinsten,
Porenschwammblöcken, Kunststofffolien und sonstigem Verpackungsmüll kein vernünftiger Baustoff.
Haben wir das nicht schon immer gewußt? Daß der Ausweg für die abhängigen "Forscher" nun in immer aufwendigeren
Simulationen und anlagentechnischer Entlüftung und Entfeuchtung liegt, ist klar.
Wo bliebe sonst das schöne Geschäftsfeld, dem Bauherrn ein X für ein U vorzumachen, ihn mit allen Mitteln psychischer
Beeinflussungskunst vom traditionsbewährten Bauen wegzulocken? Empfehlung: Lassen Sie sich nicht türkien!
Nicht uninteressant zur Bewertung der Ersatzbaustoffe in
brandschutztechnischer Hinsicht ist diese Tabelle (Quelle: Dr.-Ing. Wolfgang J. Friedl, vfdb-Zeitschrift 9/99):
Brandgasvolumenstrom in verschiedenen Materialien
| Material (10 kg) |
Brandgase in m3/h |
| Schaumgummi |
25.000 |
| Schaumstoff |
23.000 |
| Papier |
10.000 |
| Polypropylen |
7.000 |
| Spanplatten |
7.000 |
| GFK-Kunststoff |
5.000 |
| PVC-Kunststoff |
4.000 |
| Linoleum |
2.500 |
Wie die Ausstattung mit qualmfreudigen "Baustoffen" die Personenrettung in Einfamilien-Dämmbuden
verunmöglicht, lesen sie auf diesem Link:
Mutter
und vier Kinder starben bei Brand eines vollpolystyrolisierten EFHs in Tegernheim
Eine interessante Meßwert-Tabelle zum praktischen Feuchtegehalt
findet sich auch bei Hohmann/Setzer (Auszug, ergänzt um Lehm, Holz und Stroh nach Prof. Dr.-Ing. Jörg Schulze):
| Baustoff |
Praktischer
Feuchtegehalt
in Volumenprozent
|
| Ziegel |
1,5
|
| Lehm |
3
|
| Kalksandstein |
5,0
|
| Beton, geschlossenes
Gefüge, dichte Zuschläge |
5,0
|
| Beton, geschlossenes
Gefüge, porige Zuschläge |
15,0
|
| Leichtbeton, haufwerkspor.
Gefüge, dichte Zuschläge |
5,0
|
| Leichtbeton, haufwerkspor.
Gefüge, porige Zuschläge |
4,0
|
| Gasbeton |
3,5
|
| Gips/Anhydrit |
2,0
|
| Gußasphalt |
etwa 0
|
| Holz und Stroh |
10-15
|
Frage: Was passiert in feuchten Buden? Richtig, es schimmelt, man fröstelt und wird sterbenskrank. Obendrein
steht der Feuchtegehalt auch in Beziehung zur Saugfähigkeit. Das Aufbrennen und nachfolgende Hohlstehen von
Putzschichten auf Kalksandstein ist ja diesbezüglich ein bekanntes "heißes Eisen". Erneuern oder
nachträgliches Anbinden an den Putzgrung mit Kalktechnik sind dann die Alternativen.
Auch beim Lehmbau mit Lehmgefachen, Lehmputzen und Lehmfarben sollte man schon genauer wissen,
was man tut. Feuchtetechnisch kann es hier extreme Probleme geben, wenn man die tatsächlichen Eigenschaften von
Lehm und Ton vernachlässigt und auf die auch auf diesem Sektor geradezu ungeuerlichsten Märchen von
"interessierter Seite" hereinfällt.
Deswegen hier als Info mein etwas überarbeiteter Beitrag aus dem
Fachwerkforum bei fachwerk.de - Innendämmung mit Lehm oder was?:
So kann ein innengedämmtes Holzhaus nach ein paar
Jahren Nutzung aussehen. Dabei handelte es sich um eine kalkverputzte Heraklithverkleidung. Es kommt immer etwas
Feuchte hinter die Dämmung, und die gedämmte Wand ist halt kälter, und dann kondensiert es ein -
abhängig von der Raumluftfeuchte, die in dicht gedämmten Buden gerne höher ist. Von außen kommt
fallweise der Schlagregen dazu. Die Wand kann folglich auffeuchten, die Feuchte wird dann in der kalten Jahreszeit
nimmer richtig rausgeheizt.
Eine zusätzliche Lehmschale halte ich für ebenso falsch. Wichtig ist doch, daß die Fachwerkwand in der
Heizperiode genug Wärme bekommt, um eben ausreichend auszutrocknen. Und genau dem steht jegliche Art von
Innendämmung entgegen.
Wichtig: Richtig (!) heizen und lüften, also stetig und nicht ständig
rauf und runter bzw. unsinnige Stoßlüfterei. Dann bleibt auch der Energieverbrauch niedrig.
Und: Ein funktionierendes System wie die historisch bewährte Fachwerkwand bitte nicht zu Tode dämmen, egal
ob industriemäßig mit Schaum/Gespinst, mit mondscheingestampftem ÖKO-Leichtlehm oder handgezupft-
pobedrückten BIO-Haschischplatten. Nebenbei stehen die Dämm-Kosten nie in einem
akzeptablen Verhältnis zu den (theoretischen) Einspareffekten - das sage ich als EnEV-Sachverständiger,
der ständig - streng nach EnEV, versteht sich - Wirtschaftlichkeitsberechnungen betr.
EnEV-Befreiung vornimmt.
Wenn es mal dauerhaft keine Schäden durch Fachwerk-Innendämmung geben sollte, ich will das ja nicht
abstreiten, liegt das
- an der dank guter Dauerlüftung ausreichend trockenen Raumluft,
- an fehlender Bewitterung der Wand von außen, bzw.
- Dauerbetrieb einer Hüllflächentemperierung.
Doch damit wird die Innendämmung noch lange nicht wirtschaftlich. Und bleibt ein Risiko, wenn die genannten
Voraussetzungen irgendwann mal nicht mehr funktionieren, sei es durch Leerstand oder sonstige bauliche
Änderungen.
Selbstverständlich macht es bei vorhandener Innendämmung Sinn, die Feuchte darin zu messen. Noch mehr Sinn
machte es, anhand einer Freilegung an einer kritischen Partie wie Außenwandecke sich die Sache mal genauer
anzusehen.
Und ansonsten wette ich, daß der historische Oberputz ein Luftkalkmörtel war, auf welchem Gefachaufbau auch
immer (Ziegel, Bims, Lehm). Und genau das würde ich ggf. wieder so machen, denn er kann im Unterschied zum
Dichtbaustoff Lehm (ideal für Fundament- und Teichabdichtung) wirklich Raumluftfeuchtespitzen puffern und bestens
wieder abtrocknen.
Und die Biodämmstoffe sind in Bezug auf Schimmel keineswegs besser als Industrieware: Sie halten Feuchte
gräßlich zurück mangels Kapillarsystem - vergleichbar Mineralwollfilz oder machen dicht wie z.B. Lehm.
Wenn nun Feuchte da ist, schimmelt's eben. Und Holz rottet dann. Habe selbst in diesem Forum schon irgendwo
Schimmel auf Bio gesehen, und zwar nicht nur in meinen Bildern ...
Jeder kann selbst zum Baustoffprüfer werden: Probieren Sie doch mal die Feuchteaufnahme und -abgabe eines
Lehmputzes mit dem eines Luftkalkmörtels zu vergleichen. Das kann man auf einer Küchenwaage machen, mit der
Küchenuhr als Zeitmesser. Und dann wird der Unterschied klar.
Davon abgesehen ist mir kein Beispiel bekannt, wo sich die gar nicht mal so geringen Kosten einer Leichtlehmzusatzschale durch damit
erzielbare Energieeinsparungen wirtschaftlich gegenrechnen würden.
Freilich haben dickere Wände besseren Schallschutz. Doch die heizungsbedingte Austrocknung der winterlich
beregneten Fachwerkwand wird dann ein Problem. Warum nicht die Erfahrung unserer Vorväter nutzen? Die Meister des
Fachwerkbaus haben auf derlei Späßchen verzichtet - aus Armut oder Blödheit oder weil eh der Knecht
das Holz gehackt und verschürt hat?
Wenn der Lehm ins Fachwerkgefache eingebaut ist, ist er bedeutend nasser als das Holz.
Folge: Das trockenere Holz nimmt Feuchte an und - quillt.
Dann kommt die Trocknungsphase:
1. Das Holz schwindet.
2. Der Lehm schwindet.
Folge: Eine zwischen Lehm und Holz klaffende Fuge. Diese ist kapillar aktiv und kann bei Beregnung Unmengen Wasser
reinsaugen. Das nimmt nun aber nicht der (dichtere) Lehm auf, sondern vorzugsweise das Holz.
So kann es zu Überfeuchten im Holz kommen, abhängig von der Bewitterungssituation. Deswegen haben die alten
Meister bzw. die geschädigten Hausbesitzer die stark bewitterten Fachwerkfassaden entweder gleich oder nach
Schadenseintritt durch entsprechende Schutzkonstruktionen (Dachvorsprung, Abweisbrettgesimse, Vollverkleidung mit
Vorsatzschale) geschützt. Wenn der Lehm irgendwelche Holztrocknungseigenschaften und nicht diese vermaledeite
Neigung zur schwundbedingten Fugenbildung gehabt hätte, wäre das natürlich nicht notwendig gewesen.
Auch wenn man die zunächst entstehende Fuge nachverdichtet - mit nassem Lehm - bleibt der Quell- und Schwundeffekt, die Kapillarwirkung
der Fuge steigt mit geringerer Fugenbreite.
Natürlich ist die Fuge auch bei allen anderen Mörteln existent, profimäßig macht ja man extra
einen Kellenschnitt als "Bewegungsfuge". Nur trocknen Kalkmörtel selber weitaus schneller und besser als Lehm.
Was dann bei Beregnung übrigens noch dazukommt:
Kalkmörtel entlastet die Fuge am Schwellholz/unterem Rähm um Weltklassen besser, da er von vornherein in
seiner Fläche mehr Wasser "kurzfristig" wegsaugt - um es baldigst wieder abzugeben. Es sei denn, ein Heini hat das
Gefach mit wasserabweisenden Farben nach Künzelscher Fassadentheorie zugepappt.
Freilich, auch Holz ist nicht der Renner betr. Feuchteaufnahme und -abgabe. Und ist deswegen ein bewährtes und
auch dichtes Dachmaterial (Schindel). Aber das steht hier nicht zur Diskussion.
Wissen sollte man nur betr. Innendämmung, daß Holzweichfaserplatten bedeutend mehr Kondensat (und
selbstverständlich auch Wasser) reinsaugen (Meßwerte an die 30 % in WDVS-Wanddaämmplatten und Dachdämmungen sind kein Ding der Unmöglichkeit!), als Massivholz, und mangels Kapillarität dann äußerst
lange zurückhalten können. Deswegen schimmelt das Zeugs ja auch nicht schlecht, sobald die
Umgebungskonditionen passen. Nicht umsonst werden den seltsamen Putzen für den Einsatz auf Holzweichfaserplatten ausreichende
Mengen giftiger Fungizide beigesetzt. Nebenbei werden "moderne" Holzweichfaserplatten auch gerne mit Kunstharzleimen
und Kunststoff-Stützfasern versehen, die für manchen überzeugten Ökohengst deren so arg gepriesenen
ökologischen Vorteile etwas in Mitleidenschaft ziehen und im Entsorgungsfall höhere Kosten verursachen (keine Kompostierbarkeit). Hier etwas Zusatzinfo
zum Problemmüll "Ökodämmung" von Holzweichfaser über Hanf und Flachs bis zur Schafwolle und sonstigen künstlichen Dämmstoffen:
AID-Info zu nachwachsenden Dämmstoffen
Kompetenzzentrum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen - Inhaltsstoffe von Dämmmaterialien
Und zweitens:
Die frühere Lehmbauerei hatte Zeit. Die brauchte der Lehm unbedingt zum ordentlichen Durchtrocknen der eingebauten
Lagen. Heutzutage fehlt es nicht an teurem Lehmpamp, sondern an Zeit. Und so geht eben so einiges beim Lehmbau schief.
Kommt nun die typische Innenkondensation durch überfeuchtes Energiespar-Raumklima zustande, ist die äußere
raumseitige Zone des Lehms ein Problem. Seine organganischen Zuschlagsstoffe und die typischen Methylzelluloseanstriche
/ Bioanstriche sind perfektes Substrat für den Schimmelbefall. Und seine vergleichsweise dichte Struktur saugt
eben nicht das ankommende Kondensat schnell weg, wie es ein Kalkmörtel im Vergleichsfall könnte. Das
dürfte inzwischen klar sein, daß es ein bedeutendes Schimmelrisiko bei Lehmputzen gibt.
Was mich befremdet, ist das Propagieren der Lehmerei ohne ausreichendes Risikobewußtsein und Beachtung der
Reaktionen der beteiligten Konstruktionen bei Feuchte. Märchen wie unübertreffbare Feuchtepufferung (sehen
wir mal von der schnell erreichten Auffeuchtung der Oberzone und extrem sandhaltigen/abgemagerten Mischungen ab),
Rauchverzehrung und Holzaustrocknung / Trockenhaltung durch Lehm sollten wir uns als Fachleute sparen.
Lehmbau - gegen den ich freilich garnix habe, setzt eben wie alle anderen Bauweisen konstruktive Kenntnisse voraus, um Material und
Verarbeitung sowie den späteren Gebrauch in den Griff zu bekommen.
Einwand eines Forumsteilnehmers:
Nach einem Versuch des FEB. Uni Kassel (Prof. Gernot Minke) kann dieser bis zu 300 g Wasser aus der Raumluft pro m² innerhalb 48St
aufnehmen. Zum Vergleich: Gebrannte Ziegel liegen hier bei 10-30 g "andere" Putze lagen zwischen 26-76 g.
Antwort: Was die Wissenschaft betrifft, muß man immer fragen, wer sie finanziert bzw. veranlaßt. Haben Sie
eine zuverlässige Tabelle der Desorptionsfähigkeiten von Lehm und Kalkmörtel im Vergleich? Das
könnte die anstehende Frage im Sinne von "Wissenschaft" beantworten.
Die zitierte Laborforschung liegt mir inkl. der den Versuchsaufbau bestimmenden Randbedingungen nicht vor. Vorstellen
könnte ich mir schon, daß unheimliche Mengen Raumluftkondensat auf einer kalten Lehmschicht in der obersten
Zone niederklatschen und dann deren Feuchtegehalt massiv erhöhen, bis es von der Wand rinnt.
Nebenbei ist die Feuchtebeaufschlagung einer Konstruktion vorwiegend abhängig vom Verhältnis
Raumluftfeuchte-Lufttemperatur-Oberflächentemperatur. Und der Anstieg der Oberflächentemperatur eines Raumes
ist beim Aufheizvorgang mit Heizluft von der Materialdichte (Rohdichte).
Ein schwerer Baustoff wie Lehm wird also viel langsamer erwärmt als ein leichter Porenziegel oder gar ein
Dämmstoff. Bleibt also zunächst wesentlich kälter und verschlingt unter Laborbedingungen gegen eine
kaltbleibende Außenluft (Klimakammer) auch mehr Nachheizbedarf, um seine Oberflächentemperatur zu halten.
Womit wir bei den möglichen Parametern wären, die bei einem Absorptionsversuch von Kondensat in
Raumoberflächen zu beachten sind, neben so einigen weiteren. Beim Versuchsaufbau kommt es eben genau darauf an,
wenn man faire Vergleichsuntersuchungen machen will.
Ansonsten ist es die leichteste aller Übungen, durch geeignete Versuchsaufbauten so gut wie jedes gewünschte
Versuchsergebnis vorzuprogrammieren.
Aber die Transportleistung des Kalkmörtels, der Kondensat ins Innere wegtransportiert, es nicht an der Oberfläche schimmelriskant
anreichert und danach ohne Anstrengung schnell wieder abgibt, KANN Lehmputz niemals erreichen. Na gut, im
Mischungsverhältnis Sand/Lehm = 99/1 schon, aber das ist Illusion.
Wenn Sie mal die Pettenkofermethode anwenden und Baustoffe "durchpusten", werden Sie schnell selber herausfinden,
welches Material für Diffusion und auch Feuchte um Weltklassen durchströmbarer ist. Meine unwissenschaftliche Prognose:
Lehm kann nur der zweite Sieger sein.
Oft muß man sich auf den begrenzten Verstand und die Erfahrung und nicht auf die Auftragswissenschaft verlassen.
Das wäre ja auch eine Methode. Und vielleicht nicht die schlechteste.
Ich zitiere auszugsweise aus einer Abdichtanleitung für Teichbau:
"Es gibt prinzipiell mehrere Möglichkeiten einer Teichabdichtung mit Lehm. ...:
1. Stampflehmabdichtung
Fetter Lehm (mindestens 30% Tonanteil) wird in erdfeuchter, krümeliger Konsistenz in einer Schichtstärke von 15-18 cm auf dem
Teichboden aufgebracht und festgestampft. ...
2. ... Verlegen von ungebrannten Lehmsteinen - sogenannten Grünlingen.
Am besten verwendet man hier das Doppelformat mit 12x12x25 cm. Die Fugen zwischen den Steinen sollten möglichst klein sein und
werden ebenfalls mit krümeligem Lehm verfüllt. Sie können aber auch mit einer Lehmschlämme, die Sie
sich aus den aufgeweichten Grünlingen herstellen, zugegossen oder zugestrichen werden. Anschließend wird die
Lehmoberfläche mit Wasser besprüht, sodaß die Lehmsteine noch etwas aufquellen können und sich
eventuelle Fugen noch schließen. ...
3. Am einfachsten ist es, Fertigteil-Lehmelemente zu verlegen oder die Abdichtung mit tonhaltigen Vliesen
..."
Soviel zum profimäßigen Dichten mit Lehm&Ton. Reimt sich doch geradzu unheimlich gut mit meinen obigen Aussagen zusammen - oder?
Hier der Link zur Quelle: Forum nawaro.com: Christian A. Rauch: Teichabdichtung mit Lehm
Interessant auch der Belastungsgrad des Innenraums durch das Radonnukleid Rn-222, das baupraktisch den
größten Strahlungseinfluß durch seine lungengängige "Darbietungsform" aus der Baustoffexhalation darstellt:
Radioaktivität von Baustoffen
| B a u s t o f f |
Exhalationsrate
für 10 cm Dicke
in Bq/m2h
|
Quelle |
| Ziegel, Klinker |
0,2 |
4 |
Leichtbetonsteine
aus |
|
|
|
|
0,4 |
2 |
|
|
0,9 |
1 |
|
|
1,8 |
2 |
| Naturgips |
0,4 |
3,1 |
Industriegips
aus |
|
|
|
|
0,4 |
3,1 |
|
|
24,1 |
1 |
| Kalksandstein |
0,6 |
2 |
| Beton |
0,7 |
2 |
| Porenbeton |
1,1 |
3,1 |
| empf. Grenzwert |
</= 5 |
|
Quellennachweis:
1) Keller, Gert: Einfluß der natürlichen Radioaktivität, arcus Heft 5, 1984.
2) Prüfbericht des Boris-Rajewski-Instituts für Biophysik der Universität des Saarlandes.
3) Der Bundesminister des Inneren: Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung. Jahresbericht 1982.
4) Meßwerte 1987 u. 1990 gem. Prüfberichten des Boris-Rajewski-Instituts für Biophysik.
Die ibau-Planungsinformationen
schreiben am 15.9.00 zum Radonproblem in superschadstoffeinsperrenden dichten Dämmbuden:
"Krebsrisiko durch Wärmedämmung
München (vwd/AP) - Die Wärmedämmung
von Häusern kann das Krebsrisiko der Bewohner erhöhen. Der stellvertretende
Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde, Werner Burkart,
sagte bei einer Konferenz über den Schutz vor natürlicher Strahlung
in München: "Brisant ist die Art, wie wir unsere Häuser
nach außen abdichten, um weniger Wärmeverluste zu haben."
Mit der Abdichtung steige nämlich die natürliche Strahlenbelastung
durch das radioaktive Edelgas Radon, das im Erdreich [Anm. KF: Und in den o.g. Baustoffen!] entstehe.
Wie Hans Landfermann vom Bundesumweltministerium erklärte,
steigt die Lungenkrebsrate ab einer Belastung von 250 Becquerel pro Kubikmeter
Luft messbar an. ... Burkart sagte, schwedischen (allerdings umstrittenen)
Studien zufolge verursache Radon in Häusern 10 bis 15 Prozent der
Lungenkrebs-Toten. ... Landfermann räumte ein, dass die von der Bundesregierung
geplante Förderung der Wärmedämmung bei Altbauten mit dem
Strahlenschutz "etwas konkurriert". Allerdings werde geprüft,
wie eine Steigerung der Radon-Belastung vermieden werden könne. ..."
Vielleicht durch endgültiges staatliches Verbot gängiger Massivbaustoffe? Das würde die
Dämmstofffritzen aber sehr freuen! Alles nur eine Frage des Preises für die käuflichen Besucher der Lobby.
Weiter: [Wandbildner Kapitel 11]
Das meinen die Anderen:
Grundlagenwissen und Nachschlagewerke Bau: Bauentwurf / Baustofflehre / Baustoffkunde / Bautabellen / Baustoffkenntnis / Baustoffeigenschaften / Bauphysik / Bauchemie / Alles zu Baustoffen:
Natursteinliteratur / Bücher über Naturstein-Restaurierung / Naturstein-Instandsetzung:
Ziegelliteratur / Bücher über Restaurierung / Instandsetzung von Ziegelbauten, Backstein-Bauten:
Fachwerkliteratur / Bücher über Fachwerkrestaurierung / Fachwerkinstandsetzung / Fachwerkreparatur / Fachwerkbau / Fachwerkhaus / Fachwerkgefüge (hier rezensiert):

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